2024-03-31 - von Saigon nach Phu Choc

Draußen war es noch finster, als uns der Wecker um 4:15 aus dem Schlaf riss. Heute war wieder Reisetag und da ging es schon früh los. Ohne Frühstück packten wir alles zusammen und eine Stunde später standen wir schon abreisefertig in der Hotellobby.

Über ‚Grab‘ bestellten wir uns ein Taxi, dass auch schon fünf Minuten später vor dem Hotel stand. Hatten wir bei der Ankunft in ‚Saigon‘ für die Strecke vom Flughafen bis in unser Hotel im abendlichen Verkehr eineinviertel Stunden benötigt, so schafften wir es zu dieser frühen Morgenstunde in einer guten Viertelstunde. 

Trotz es erst 05:30 war, herrschte in der Abflughalle schon reger Betrieb. Vor den Check-In-Schaltern der ‚Vietnam Airlines‘ stand schon eine lange Schlange. Darunter waren viele Familien mit mindestens vier Personen und jede Menge Gepäck. Taschen, Koffer, Säcke und Kartone. Aber nach einer Viertelstunde waren wir dran und nach einer Minute fertig. Auch beim Securitycheck das gleiche Bild. Lange Schlange, Viertelstunde warten und durch in einer Minute. 

Wie üblich waren wir zu früh dran und mussten deshalb über eineinhalb Stunden auf das Boarding warten. Ein Kaffee mit Schokocroissant und surfen am Handy vertrieben uns die Zeit. Zwischendurch wurde auch das Abfluggate gewechselt, sodass wir auch ein wenig in Bewegung blieben.




 Unser heutiges Ziel war die Insel ‚Phu Choc‘. Sie liegt im ‚Golf von Thailand‘ und ist die größte Insel ‚Vietnams‘ und 48 Km lang und zwischen drei und 28 Km breit. Sie liegt 40 Km von der Südwestküste ‚Vietnams‘, aber nur zwölf Kilometer vom Festland ‚Kambodschas‘ entfernt. 

Von Flughafen zu Flughafen sind es nur 300 Km und somit war die Flugzeit mit 50 Minuten angegeben. Im Endeffekt haben wir aber nur 32 Minuten dafür gebraucht. Ist die normale Reisehöhe eines Flugzeuges um die 11.000 Meter so flogen wir heute eine maximale Reisehöhe von 5.500 Meter. Aber nur kurz. Denn kaum hatten wir diese Höhe erreicht, setzten wir auch schon wieder zum Landeanflug an.




Das Gepäck kam unerwartet schnell und so waren wir schon gegen 09:30 vor der Ankunftshalle. Wir hatten den Gratisshuttle in unser Hotel gebucht und der sollte uns um 11:00 hier abholen. Doch wir waren freudig erstaunt, als wir schon um 10:15 abgeholt wurden. Nun ging es 20 Km in 30 Minuten an die Westküste zu unserem Hotel, dem ‚Ocean Bay Resort & Spa Phu Quoc‘. 

Zum Glück war unsere Unterkunft trotz des frühen Vormittages schon fertig und so konnten wir unseren Bungalow gleich beziehen. Im Bungalow gibt es ein Zimmer und ein Bad/WC, jeweils getrennt. Das Zimmer besitzt zwei große Betten, Schrank, Schreibtisch, Klimaanlage, Ventilator, Minibar, einen Schminktisch und einen angrenzenden Balkon.




Das Badezimmer ist fast so groß wie das Zimmer und sehr geschmackvoll gestaltet. Es ist in drei Sektionen unterteilt. Dusche, Waschbecken/Badewanne und WC. Leider ist dieser Raum nicht klimatisiert, wodurch es dort immer sehr warm ist.





Nachdem wir uns ein wenig akklimatisiert hatten, gingen wir eine Runde durch die, mit sehr vielen Blumen geschmückte Anlage.





Natürlich mussten wir auch den Pool gleich ausprobieren. Das Wasser war sehr warm. Die Temperatur dürfte so bei 30 Grad liegen. Wir nutzten es gleich, um ein paar Längen bzw. Runden zu schwimmen.



Später wechselten wir an den Strand, um uns im Meer zu erfrischen. Das ging aber total daneben. Das Meereswasser hatte an die 35 Grad. So warm möchten wir es nicht einmal zu Hause in de Badewanne. Wenn man in diesem Wasser schwimmt, beginnt man, so paradox es klingt, zu schwitzen.




Neben dem Hotel gibt es das kleine Restaurant ‚Gecko‘ in dem wir unser Abendessen verzehrten. Edith’s Teigtaschen waren ok, das Steak von Franz war allerdings nur zäh und voller Flachsen.




Unser Flug von Saigon nach Phu Quoc:

Unsere heutige komplette Tagestour:





2024-03-30 - Mekongdelta 3v3

Mit einem guten Frühstück im ‚Ho a Binh‘-Hotel verabschiedeten wir uns auch schon wieder und fuhren ein kurzes Stück durch ‚Long Xuyen‘ bis wir zu einer seltsamen Bootsanlegestelle kamen. Über eine kleine Müllhalde kletterten wir in eines der Boote, die mit einer seltsamen Antriebseinheit ausgestattet waren. An einem langen Gestänge sitzt auf der einen Seite ein uralter Dieselmotor und am anderen Ende eine Schiffsschraube. Das gesamte Konstrukt kann leicht aus und in das Wasser gehoben werden und ist dadurch leicht zu steuern. Bei uns übernahm eine nette ältere Dame diesen Job.




Leinen los und ab ging die Fahrt auf den ‚Mekong‘. Zuerst begegneten wir den Fährschiffen, die jeden Tag 24 Stunden im Einsatz sind und dabei tausende Meschen, Mofas, Autos und Waren aller Art von einem Ufer an das andere bringen.






Weiter ging es ein paar Kilometer stromauf- und abwärts. Dabei erlebten wir, wie eng die Menschen hier mit dem ‚Mekong‘ verbunden sind und wie sehr sie auf ihn angewiesen sind. 

Sei es als Transportweg für Menschen,






oder als Transportweg für Waren,




oder auch als schwimmende Marktstandln. Diese schwimmenden Gebilde sind gleichzeitig Geschäft und Wohnung. Je nach Bedarf und Marktlage fahren diese Marktboote den Mekong hinauf oder hinab oder bleiben einfach dort liegen, wo sie das beste Geschäft machen können.






Nachdem wir zwei Kilometer stromaufwärts, danach vier Kilometer stromabwärts gefahren sind, legten wir auf der kleinen ‚Mekongdeltainsel‘ ‚Cu Lao Ong Ho‘ an. Dort besuchten wir zuerst ein kleines Museum, das ‚Ton DucThang‘ gewidmet ist. Er war Nachfolger von ‚Ho Chi Minh‘ als Präsident Nordvietnams und erster Präsident des wiedervereinigten gesamten Vietnams.




Ein paar Schritte davon entfernt schwangen wir uns auf Räder und machten eine kleine Runde durch Reis- und Gemüsefelder. Der Reis auf den Feldern ist in eine paar Wochen erntebereit. Dreimal im Jahr kann hier geerntet werden. Sieht man schöne rosa Gebilde in einem Reisfeld, so bedeutet das nichts Gutes. Das sind nämlich Schnecken, die über junge Reispflanzen herfallen und auffressen. Hier ist es auch üblich, dass man verstorbene Verwandte nahe bei sich auf den eigenen Feldern beerdigt.






Auf dieser Insel wird jede Menge von bekannten und uns meist unbekannten Kräutern angebaut. Daneben gedeihen hier, begünstigt durch ein ausgeklügeltes Bewässerungssystem und durch Einsatz von Pestiziden, auch die verschiedensten Gemüse- und Obstsorten. Und Obst, frisch vom nicht bzw. noch nicht gespritzten Baum schmeckt unvergleichlich gut.






Nun gaben wir die Räder wieder zurück und wurden wieder von unserem Boot abgeholt und zurück der Anlegestelle gebracht. Dabei fuhren wir an Hütten entlang, die teilweise als Lager oder auch als Wohnhäuser dienen.





Nach der Bootstour stiegen wir wieder in unser Auto und es begann der lange Weg zurück nach ‚Saigon‘. Zwei Stunden fuhren wir, dann war es Zeit für das Mittagessen. In ‚Dong Hoa Hiep‘ stoppten wir bei einem Restaurant und wurden wieder, wie üblich, sehr gut versorgt. Suppe, Frühlingsrollen, Schweinefleisch, Fisch, Shrimps, Gemüse und natürlich Reis. Und als Nachtisch gab es ‚Jackfrucht‘.



Jetzt nahmen wir die letzten zwei Fahrtstunden in Angriff und erreichten gegen 16:00 wieder unser ‚Eden Star Saigon Hotel‘ in ‚Saigon‘. Damit war dieser empfehlenswerte Trip leider schon zu Ende. Und damit auch schon unsere Entdeckungsreise durch dieses exotische Land. Aber ein paar Tage werden wir trotzdem noch im Lande bleiben.




Unsere heutige komplette Tagestour: