2024-03-11 - Tour Tag-2v5 – Pu Luong, Chieng Lau

Auf dem bretterharten Bett hatten wir ganz gut geschlafen und mussten wieder einmal das Zimmer räumen. Um 8:00 waren wir beim Frühstück um dann um 8:30 in das 25 Km entfernte ‚Pu Luong‘ zu fahren. Zwischendurch hielten wir bei einer Fabrik, die Bambus verarbeitet. In Vietnam wird Bambus als universeller Stoff verwendet. Hier werden hauptsächlich Essstäbchen und Blockhölzer erzeugt. Die Überreste werden zur Papiererzeugung bzw. als Futtermittel weiterverkauft.






Ein paar Kilometer weiter kamen wir an einen Aussichtsplatz, von dem wir einen guten Blick auf die Reisterrassen des ‚Pu Luong‘-Tales hatten.





Wieder ein Stück weiter begann unsere Wanderung durch das ‚Pu Luong‘-Tal. Natürlich gab es auf diesem Track einiges zu sehen.

Die Bewohner leben oft noch in uralten Häusern, oft eng mit den Haustieren wie Kühe, Büffel, Enten, Hühnern, Katzen und Hunden zusammen.





Wir waren allerdings hier, um die Reisterrassen nicht nur zu sehen, sondern auch an ihnen entlang zu spazieren. Da die Pflanzen erst relativ frisch gesetzt waren, konnten wir noch viel von der Wasseroberfläche der Reisfelder sehen, welche in einem späteren Stadium unter dem dichten Grün der Reispflanzen verschwindet.






Kurz vor dem Ende der Wanderung kamen wir an eine Hütte in der Reiswein produziert wurde. Reis wird gekocht, dann einige Tage zum Fermentieren in einem Fass ruhen gelassen, dann kommt die Masse in einen Dampkessel, der Damp wird abgekühlt und schon rinnt der 30 % Reiswein in das Sammelgefäß. Leider gab es keine Kostprobe für uns.



Nach zwei Stunden endete unsere fünf Kilometer lange Wanderung im Ort ‚Ban Hang‘. Hier, wie eigentlich überall wo wir hier waren, werden viele Homestays neu gebaut. Der Tourismus kommt auch hier langsam, aber kräftig in Schwung.



Zum Mittagessen fuhren wir ins Restaurant ‚Dac San Pu Luong‘ wo wir nicht nur die schöne Aussicht, sondern vor allem das gute Essen genossen haben. Und da wir brav alles auf- und ausgegessen hatten, kam zum ersten Mal seit wir in Vietnam sind, die Sonne hervor und begleitete uns den Rest des Tages.



Nachmittags ging es dann weiter zu den Wasserrädern von ‚Chieng Lau‘. Hier wird der Transport von Wasser aus dem Fluss zu den Reisfeldern schon Jahrhunderte mit Hilfe von Wasserrädern organisiert. Diese Räder werden komplett aus Bambus hergestellt. Kein Teil dieser Räder ist aus Eisen bzw. anderen Materialien. Hier gibt es keine Schrauben, alle Verbindungen werden mit Bambusfasern hergestellt.






Wir kamen auch an einem Haus vorbei, in dem die Hausfrau gerade Futter für ihre Kühe zubereitete. Das Futter wird aus Bananenstauden gewonnen. Ob wir eine wirkliche Hilfe bei der Futterzubereitung waren, möchten wir bezweifeln.



Entspannter dagegen war eine Flussfahrt auf dem ‚Suoi Cham‘.  Auf speziellen Booten bzw. Flössen wird man ein Stück des Flusses von einem Mann mit einer langen Stange hinauf- und hinunter geschoben.





Damit war unser heutiges Programm beendet und wir fuhren zu unserem neuen Quartier, dem ‚Puluong Home‘. Die letzten 100 Meter mussten wir zu Fuß gehen, was uns allerdings die Gelegenheit bot, Reisterrassen im Licht der untergehenden Sonne zu sehen.





Unser Zimmer ist ausreichend groß und die Betten ebenfalls mit einer steinharten Matratze ausgestattet. Leider haben wir keine Dusche/WC im Zimmer, sodass wir für die Benutzung dieser Räume immer einen langen Gang entlanglaufen müssen. Ansonst ist die Unterkunft sehr schön und sogar mit einem Pool ausgestattet.






Mit einem ausgezeichneten Abendessen mit Kürbiscremesuppe, Reis, Frühlingsrollen, Salat, Fisch und Schweinespieße beendeten wir den heutigen Tag.




Unsere heutige komplette Tagesroute: