2024-03-09 - Hanoi – City Walk

Bei Guru-Walk hatten wir für 09:00 eine Free-Walking-Tour gebucht. Bei solchen Touren zahlt man keine fixe Teilnahmegebühr, sondern man gibt ein entsprechendes Trinkgeld. Bei der Buchung bekommt man nicht nur das elektronische Ticket, sondern auch gleich den Vorschlag wieviel Trinkgeld man geben soll.  Wir haben schon etliche solcher Touren gemacht und die Erfahrung gemacht, dass die meisten Teilnehmer mehr als den vorgeschlagenen Betrag geben. Aber wir haben auch einige gesehen, die überhaupt nichts hergegeben haben.

Wir waren die ersten beim vereinbarten Treffpunkt und langsam fanden sich alle Teilnehmer ein, sodass unser Guide Tony pünktlich mit der Tour starten konnte. Den Anfang machten wir mit dem ‚Đền Bà Kiệu/Thien Tien‘-Tempel.





Anschließend ging es ein Stück quer durch Hanoi. An bestimmten Plätzen machten wir halt und Tony erzählte uns wissenswertes von Hanoi. Die Häuser hier sind nicht besonders sehenswert und nur selten sieht man ein Haus, in dem man wohnen will.





Erstaunt waren wir auch über die manchmal seltsamen Transportmethoden.





Viele Frauen konnten wir beim Kochen in einer der unzähligen Straßenküchen bestaunen. An jeder Ecke kochte, dampfte und brutzelte es, sodass wir permanent mit einem kleinen Hungergefühl herumliefen.





Fleisch und Fisch wurden in allen möglichen Arten angeboten. Vor vielen Supermärkten wurde von Straßenhändlern im Eingangsbereich Frischfleisch gehandelt und gleich nach den Bedürfnissen der Kunden zerlegt und verpackt.






Nicht nur roh bekam man Fleisch und Fisch zu kaufen. Natürlich auch in den verschiedensten zubereiteten Formen.



Eine Speise wurde uns besonders ans Herz gelegt. Wurmplätzchen. Man fischt die Würmer aus dem Wasser, reinigt sie ordentlich, gibt Eigelb und Mehl dazu, verquirlt alles ordentlich, bis die Würmer zerkleinert sind und frittiert sie dann in heißem Fett. Wir haben freiwillig darauf verzichtet diese Köstlichkeit zu kosten.


Nach Ende der empfehlenswerten Tour riefen wir die Taxiapp ‚Grab‘ auf und ließen uns ein Taxi kommen. Nach drei Minuten stand das Taxi bei uns und brachte uns in zehn Minuten Fahrt zur ‚Trainstreet‘. Dafür mussten wir €1,10 zahlen.

Die berühmt, berüchtigte ‚Trainstreet‘ ist eine schmale Passage, auf der Züge zwischen zwei Häuserreihen durchfahren. In den Häusern entlang der engsten Stelle dieser Zugtrasse gibt es unzählige Lokale.





Und dann kam er endlich. Und es war nicht ein Bimperlzug der heranbrauste. Und es war ein elendslanger Schnellzug, der mit gut 100 KmH durch das Menschenspalier donnerte. Und das wenige Zentimeter von den Zuschauern entfernt. Und es war ein tolles Erlebnis.






Weiter ging es zum letzten Besichtigungspunkt des heutigen Tages. Zehn Gehminuten entfernt gelangten wir zur ‚St.Joseph’s Cathedral‘. In nur zwei Jahren, von 1884 bis 1886, wurde diese, der ‚Notre Dame de Paris‘ nachempfundene, im neugotischen Stil erbaute katholische Kathedrale erbaut. Benannt ist sie nach dem ‚Hl. Josef‘, welcher der Schutzpatron Vietnams ist.





Den Tagesabschluss machten wir im Restaurant ‚Pho 10 Ly QuocSu‘. Dieses Lokal ist bekannt für seine Suppen, die mit Nudeln, Gemüse und Rindfleisch, dessen Varianten man auswählen kann, serviert werden. Das ist auch das einzige Gericht, das man dort bestellen kann. Edith wählte 'Tai bap', Franz 'Tai chin' und uns hat es beiden ausgezeichnet geschmeckt.






Unsere heutige komplette Tagestour: