2024-03-10 - Tour-Tag-1v5 – von Hanoi nach Mai Chau

Zweieinhalb Tage haben wir nun Hanoi kennenlernen dürfen. Fazit: eine interessante Stadt wegen des regen Verkehrs und der so unterschiedlichen Lebensart ihrer Einwohner. Für uns hieß es aber heute wieder weiterzuziehen.

Denn heute startete mit ‚Izi-Tour Vietnam‘ die ‚Abenteuer von Mai Chau-Pu Luong-Ninh Binh‘-Tour, die uns in fünf Tagen Kultur und Landschaft Nordvietnams näherbringen soll. Wir packten nur das für die nächsten Tage erforderliche ein und ließen das Hauptgepäck im Hotel, da wir nach diesen fünf Tagen ohnehin wieder für zwei Tage hier wohnen werden.

Pünktlich um 08:00 wurden wir von unserem Guide, Herrn Doung und seinem Fahrer Hrn. Fu mit einem ‚Toyota Innova 2.0 E‘ abgeholt.


Wir verließen Hanoi in westlicher Richtung und konnten dabei noch ein wenig von der Stadt sehen.




Doch bald hatten wir das Stadtgebiet verlassen und es wurde ländlicher. Auch das Wetter änderte sich. Es begann zu nieseln und Nebel verhüllte die nicht allzu hohen Bergspitzen.



Nach einer Stunde Fahrt machten wir in ‚Cao Phong‘ halt. In diesem kleinen Ort hab es einen kleinen Markt, durch den wir kurz besuchten. Bauern der Umgebung bieten hier ihr Obst und Gemüse an.





Und natürlich werden hier auch Fisch- und Fleischprodukte verkauft.





Aber auch alle möglichen Haushalts- und Bekleidungsartikel waren hier zu finden.



Weiter ging es zum über 1.000 Meter hoch gelegenen ‚ThungKhe Pass‘. Vor der Passhöhe hielten wir an, um die Raststation zu besuchen. Raststation bedeutet in diesem Fall, dass nebeneinander Holzhütten aufgestellt und bei deren Eingang ein offenes Feuer lodert, auf dem Reis und Suppe gekocht bzw. Fleisch gegrillt wird. Im hintern Teil der Hütte befinden sich Liege- und Hängematten, damit sich hier der gestresste Autofahrer erholen kann.





Das Wetter war noch immer nicht besonders, sodass die Aussicht ins Tal nicht besonders war.



Ein paar Fahrminuten später hatten wir dann den Pass überquert und stoppten wenig später bei der Aussichtswarte ‚Top View Mai Chau‘. Hier war das Wetter viel besser als auf der anderen Seite des Berges. Von der Terrasse hatten wir ein relativ guten Blick hinunter ins Tal. Dort unten werden wir heute noch wandern und die Nacht verbringen.





Die Abfahrt hinunter ins Tal dauerte nicht lange und wir hielten bei ‚Homestay Hao Son‘, wo wir zu Mittag aßen. Das Restaurant dieses Homestay war fast vollständig ausgebucht und uns wunderte es nicht, denn es ist eine wirklich schöne Lokalität.





Noch mehr staunten wir als die Kellnerin unser Essen brachte. Die Kellnerin schleppte eine riesige, liebevoll angerichtete und dekorierte Platte heran. Und wir haben fast alles aufgegessen. Das Huhn süß-sauer, den gebratenen Fisch, die Frühlingsrollen, das Faschierte in Spinatblättern, den Salat mit Nüssen, das gemischte Gemüse, die Schüssel mit Reis und die in Bananenblätter gedämpften Reisstangen.

Nach so langer Zeit des Sitzens war es Zeit für Bewegung. Trotz des vollen Magens, der eigentlich eine horizontale Körperlage bevorzugt hätte, gingen wir mit unserem Guide eine Runde durch das Tal.

Hier wird seit Generationen Baumwolle, die aus Bambus gewonnen wird, versponnen. Die Muster werden von Frau zu Frau weitergegeben und existieren nur in den Köpfen der Weberinnen.




Auch hier spielt das Mofa eine zentrale Rolle. Was immer es auch ist, es wird auf einem Mofa transportiert.





Bei unserem Spaziergang begegneten wir auch einigen Tieren. In welchem Zustand auch immer!





Hier gibt es auch viele Homestays, die sehr gut ausgestattet sind und während der Wochenenden oder in der Hauptreisezeit meist ausgebucht sind. Hier wir auch gerne geheiratet.







Jedoch wird die Anzahl von Homestay von jenen der Restaurants übertroffen. Dort wird gebrutzelt, was das Feuer hergibt. Der anschließende Abwasch wir gleich nebenan im Kanal, der Wasser zu den Reisfeldern transportiert, erledigt.





Die eigentliche Attraktion dieses Tales sind jedoch die Reisfelder. Manchen wurden erst frisch bepflanzt, manche können bald abgeerntet werden. Die erste Ernte im Jahr findet Mai/Juni, die zweite Oktober/November statt.






Die Arbeit in den Reisfeldern ist mühsam und schwierig. Stundenlang stehen hauptsächlich Frauen gebückt im ca. 30 cm tiefen Schlamm des kalten Wassers.






Nach 4 Km und 1:15 Stunden gelangten wir auf eine Hauptstraße. Dort stand schon unser Fahrer bereit und brachte uns in unser 15 Km entfernte ‚Tu Diep Homestay‘. Dort konnten wir gleich unser Zimmer beziehen, was gar nicht so einfach war. Zu unserem oben gelegenen Zimmer führen zehn sehr steile Stufen, sodass es am sichersten ist, auf allen Vieren hochzukriechen. Das Zimmer ist sauber, sehr groß mit ebenfalls sehr großen Betten. Lattenrost gibt es nicht. Es wurden einfach Bretter und darüber eine Matratze ins Bett gelegt.






Aber nicht nur unser Zimmer ist schön. Die gesamte Anlage, auf der einige Gebäude stehen gefällt uns und wird momentan auch noch erweitert.






Bis zum Abendessen konnten wir etwas relaxen und um 19:00 war es soweit. Das Abendessen hielt die nächste Überraschung für uns bereit. Unter dem Haupthaus gab es eine lange Tafel. Auf der oberen Seite nahmen zwei französische Pärchen und wir Platz. Anschließend saßen die jeweiligen Guides und Fahrer. Dann wurde das Essen aufgetragen. Wir dachten schon es würde niemals enden. Auch wurde der Platz auf dem Tisch schön langsam knapp. Alles schmeckte ausgezeichnet, aber solche Mengen konnten wir noch die Franzosen essen. Es gab: Hühnerfaschiertes am Zitronengrasspieß, frittiertes Schweinefleisch, gebackenen Fisch, faschiertes im Spitatblatt, Pommes Frittes, Salate, Suppen, Saucen und als Nachspeise Nashi-Birne. Aufgelockert wurde das Essen mit einigen Runden Reiswein. So viel uns so gut wie heute haben wir noch selten gegessen.


Unsere heutige komplette Tagestour: