2024-03-30 - Mekongdelta 3v3

Mit einem guten Frühstück im ‚Ho a Binh‘-Hotel verabschiedeten wir uns auch schon wieder und fuhren ein kurzes Stück durch ‚Long Xuyen‘ bis wir zu einer seltsamen Bootsanlegestelle kamen. Über eine kleine Müllhalde kletterten wir in eines der Boote, die mit einer seltsamen Antriebseinheit ausgestattet waren. An einem langen Gestänge sitzt auf der einen Seite ein uralter Dieselmotor und am anderen Ende eine Schiffsschraube. Das gesamte Konstrukt kann leicht aus und in das Wasser gehoben werden und ist dadurch leicht zu steuern. Bei uns übernahm eine nette ältere Dame diesen Job.




Leinen los und ab ging die Fahrt auf den ‚Mekong‘. Zuerst begegneten wir den Fährschiffen, die jeden Tag 24 Stunden im Einsatz sind und dabei tausende Meschen, Mofas, Autos und Waren aller Art von einem Ufer an das andere bringen.






Weiter ging es ein paar Kilometer stromauf- und abwärts. Dabei erlebten wir, wie eng die Menschen hier mit dem ‚Mekong‘ verbunden sind und wie sehr sie auf ihn angewiesen sind. 

Sei es als Transportweg für Menschen,






oder als Transportweg für Waren,




oder auch als schwimmende Marktstandln. Diese schwimmenden Gebilde sind gleichzeitig Geschäft und Wohnung. Je nach Bedarf und Marktlage fahren diese Marktboote den Mekong hinauf oder hinab oder bleiben einfach dort liegen, wo sie das beste Geschäft machen können.






Nachdem wir zwei Kilometer stromaufwärts, danach vier Kilometer stromabwärts gefahren sind, legten wir auf der kleinen ‚Mekongdeltainsel‘ ‚Cu Lao Ong Ho‘ an. Dort besuchten wir zuerst ein kleines Museum, das ‚Ton DucThang‘ gewidmet ist. Er war Nachfolger von ‚Ho Chi Minh‘ als Präsident Nordvietnams und erster Präsident des wiedervereinigten gesamten Vietnams.




Ein paar Schritte davon entfernt schwangen wir uns auf Räder und machten eine kleine Runde durch Reis- und Gemüsefelder. Der Reis auf den Feldern ist in eine paar Wochen erntebereit. Dreimal im Jahr kann hier geerntet werden. Sieht man schöne rosa Gebilde in einem Reisfeld, so bedeutet das nichts Gutes. Das sind nämlich Schnecken, die über junge Reispflanzen herfallen und auffressen. Hier ist es auch üblich, dass man verstorbene Verwandte nahe bei sich auf den eigenen Feldern beerdigt.






Auf dieser Insel wird jede Menge von bekannten und uns meist unbekannten Kräutern angebaut. Daneben gedeihen hier, begünstigt durch ein ausgeklügeltes Bewässerungssystem und durch Einsatz von Pestiziden, auch die verschiedensten Gemüse- und Obstsorten. Und Obst, frisch vom nicht bzw. noch nicht gespritzten Baum schmeckt unvergleichlich gut.






Nun gaben wir die Räder wieder zurück und wurden wieder von unserem Boot abgeholt und zurück der Anlegestelle gebracht. Dabei fuhren wir an Hütten entlang, die teilweise als Lager oder auch als Wohnhäuser dienen.





Nach der Bootstour stiegen wir wieder in unser Auto und es begann der lange Weg zurück nach ‚Saigon‘. Zwei Stunden fuhren wir, dann war es Zeit für das Mittagessen. In ‚Dong Hoa Hiep‘ stoppten wir bei einem Restaurant und wurden wieder, wie üblich, sehr gut versorgt. Suppe, Frühlingsrollen, Schweinefleisch, Fisch, Shrimps, Gemüse und natürlich Reis. Und als Nachtisch gab es ‚Jackfrucht‘.



Jetzt nahmen wir die letzten zwei Fahrtstunden in Angriff und erreichten gegen 16:00 wieder unser ‚Eden Star Saigon Hotel‘ in ‚Saigon‘. Damit war dieser empfehlenswerte Trip leider schon zu Ende. Und damit auch schon unsere Entdeckungsreise durch dieses exotische Land. Aber ein paar Tage werden wir trotzdem noch im Lande bleiben.




Unsere heutige komplette Tagestour: