In den weichen Betten hatten wir wunderbar geschlafen, als uns eine grelle weibliche Stimme, die aus einem Lautsprecher schallte und uns um 6:15h aus den Träumen riss. Gute fünf Minuten quakte sie dahin, bis sie endlich aufhörte und wir dann noch einmal eingeschlafen sind.
Unsere Hausfrau hatte ein ausreichendes Frühstück mit
Spiegelei, Palatschinken, Ananas und Drachenfrucht vorbereitet. Wir hatten schon
vorher alle gepackt, da wir leider nur eine Nacht hier waren.
Unser Guide kam etwas vor 09:00 um mit uns die Tagestour zu beginnen. Das Gepäck konnten wir noch im Quartier lassen. Wir schwangen uns auf die schon etwas älteren Räder und ab ging es zu einer kleinen Radtour. Es war bewölkt und es herrschte ganz feiner Nieselregen. Vom Guide bekamen wir Regencapes gekauft, die Edith verwendete, Franz aber nicht.
Wir fuhren entlang eines Dammes, der das Gebiet in zwei Teile teilt. Dieser Damm und ein dazugehöriges Schleusen und Drainagensystem steuern den Wasseraustausch zwischen den Reisfeldern auf der einen und dem Feuchtgebiet des ‚Van Long Nature Reserve‘ auf der anderen Seite.
Das Feuchtgebiet dient den Menschen als Fischfanggebiet und Büffel kommen hier gerne zum Trinken und Relaxen her.
Nach einer guten halben Stunde verließen wir den Damm und bogen ab, um den ‚De Thung La‘-Tempel zu besuchen. Über 50 Stufen hinauf und dann wieder hinab erreicht man das fantasievoll gestaltete Tempelgelände.
Der Tempel selbst ist prachtvoll ausgestaltet. Hier werden ‚Mutter Erde‘ und ‚Vater Himmel‘ besonders verehrt. Auch für die fünf vietnamesischen Himmelsrichtungen, Nord, Süd, Mitte, Ost und West gibt es hier Götter. Die Pilger bringen als Opfergaben Speisen und Getränke, die sie a den Altären ablegen.
Im Tempel gibt es sehr musikalische Angestellte (nicht Mönche). Einer davon gab uns ein kleines Konzert, wobei er auf verschiedensten historischen Instrumenten spielte.
Anschließend ging es wieder durch das Nieselwetter zurück in unser Quartier, wo schon unser Fahrer auf uns wartete.
Der Fahrer brachte uns wieder an eine bestimmte Stelle des Dammes am ‚Van Long Nature Reserve‘, an dem viele Boote angelegt hatten. In vielen dieser kleinen, eigentlich für den Fischfang gedachten Boote, saßen je eine alte Frau bzw. ein alter Mann und warteten auf Kundschaft. Unser Guide hatte inzwischen Eintrittskarten gekauft, zeigte diese vor und setzte uns zu der anscheinend ältesten Frau ins Boot. Die nahm ihre zwei Ruder und los ging die Fahrt.
Auf von Pflanzen freigehaltenen Wasserstraßen ging es durch das Wetland, vorbei an Blumen, Pflanzen, Bäumen, Vögeln und seltsamen Steingebilden.
In einem der Hügel gab es eine Höhle, in die man ein Stück hineinfahren konnte. Dabei mussten wir gelegentlich den Kopf einziehen, um uns nicht an der Höhlendecke zu stoßen.
Über eine Stunde waren wir unterwegs. Wir bedauerten zwar die alte Frau, welche uns die ganze Zeit rudern musste. Leider waren keine weiteren Ruder im Boot, um ihr zu helfen.
An der Anlegestelle warteten wieder Guide und Fahrer und brachten uns wieder zurück in unser Quartier. Von dem vielen Nieselregen waren wir, trotz Regenschutz, komplett durchnässt. Die Hausfrau machte uns dann ein tolles Angebot. Sie stellte uns nochmals ein Zimmer zur Verfügung in dem wir uns Duschen und Umziehen konnten. Wir nahmen dieses Angebot gerne an und fühlten und geduscht und neu eingekleidet wesentlich besser, als wenn wir dies nicht tun hätten können. Wir bedankten uns überschwänglich und verabschiedeten uns dann endgültig.
Gute zwei Stunden dauerte dann die Fahrt von ‚Ninh Binh‘ zurück nach Hanoi in das ‚Babylon Premium‘-Hotel in dem wir schon vor dieser Tour gewohnt hatten. Damit war dieser fünftägige Ausflug endgültig Geschichte. Wir werden aber immer wieder gerne daran zurückdenken, da es uns trotz des nicht optimalen Wetters sehr gut gefallen hat.
In Hotel bekamen wir wieder das gleiche Zimmer nur diesmal nicht im dritten, sondern im fünften Stock. Wir konnten ein wenig relaxen und machten uns dann auf, um Abend zu essen. Das Hotel hatte uns einige Restaurants vorgeschlagen und wir wählten diesmal das ‚Met Restaurant‘ aus. Edith wählte ‚Chicken mit Cashew-Nüssen‘, während sich Franz ‚gegrilltes Huhn im Bambusrohr‘ aussuchte. Beide Speisen schmeckten ganz gut, aber wir haben bisher meist Speisen gegessen die besser geschmeckt haben und deren Portionsgröße wesentlich größer war. Deshalb genehmigten wir uns als Nachspeise Schokoladepalatschinken mit Ananas bzw. Bananen.
Unsere heutige komplette Tagestour: