Ganze neun Tage waren wir in unserem trauten Heim. Aber heute zog es uns wieder in die Ferne. Gegen 8:00 standen wir gemütlich auf und richteten noch die letzten Sachen her. Für 10:30 hatten wir uns vorgenommen, in aller Ruhe zum Bahnhof zu gehen.
Dann kam doch noch etwas Hektik auf. Vor genau einer
Woche hatten wir unsere Unterwasserkamera Olympus TG6 zur Reparatur
eingeschickt, da der Focushebel permanent stecken bleibt. Die Reparaturdauer
wurde mit vier Wochen veranschlagt und inklusive Transportweg, die Kamera wurde
nach Portugal gesendet, sollte das Gerät erst irgendwann im April wieder bei uns
zurück sein.
Gestern abends kam eine E-Mail mit der Mitteilung, dass
die Kamera bereits am Freitag zugestellt wird. Wir haben gleich unseren Nachbarn
Alex verständigt und ihn gebeten, die Empfangsadresse auf seine Wohnung ändern
zu dürfen. Er sagte ‚ja‘ und wir änderten die Adresse im Zustellersystem.
Heute gegen 10:15 kam wieder eine E-Mail, dass die
Zustellung schon heute erfolgt die Kamera spätestens um 11:15 bei uns ist. Also
haben wir Alex von der Terminänderung verständigt und uns für das Verlassen der
Wohnung bereit gemacht. Während wir uns unsere Schuhe anzogen, hörten wir Lärm
im Stiegenhaus. Wir hatten eine kleine Vorahnung und schauten ins Stiegenhaus.
Tatsächlich! Der Zusteller mit unserer Kamera sprach gerade mit unserem Nachbarn.
Wir nahmen das Paket gleich an uns, öffneten es,
entnahmen die Kamera und tauschten sie gegen jene TG6 die bereits im Rucksack
verstaut war (und auch ein Problem mit dem Focushebel hat), aus. Trotz der
Umpackerei kamen wir rechtzeitig von zu Hause fort.
Der Zug kam pünktlich, die Fahrt war angenehm und am Flughafen war nicht allzu viel los. Nur bei Emirates stand bereits eine lange Schlange. Wir waren 11:50 dort und die Check-In-Schalter hatten bereits seit zehn Minuten geöffnet. Bei acht geöffneten Schaltern ging das Einchecken flott und nach kaum 15 Minuten standen wir am Schalter.
Der junge Mann checkte uns ein und überprüfte besonders
genau das Visum für Vietnam. Sollte das Visum fehlerhaft sein, werden die
Fluggäste nämlich nicht ins Land gelassen und auf Kosten der Fluglinie zurückgeschickt.
Beim Securitycheck war ebenfalls viel los, aber aufgrund unserer Diners-Club-Kreditkarte
konnten wir die Fast-Lane benutzen, wo genau niemand angestellt war.
Deshalb saßen wir auch schon fünf Minuten später in der Airportlounge. Wir hatten nur ein kleines Frühstück und mittlerweile war es schon nach Mittag und wir entsprechend hungrig. Heute gab es Hühnerragout mit Gemüse und Teigwaren. Als Nachspeise hatten wir Kirschen- und Apfel- und Schokokuchen, sowie Gugelhupf. Wir haben noch nie so gut in dieser Lounge gegessen wie heute.
Um 14:00 gingen wir zu unserem Gate und konnten nach kurzer Wartezeit auch wieder mit den Businessclass-Passagieren an Bord. Diesmal flogen wir mit einem A380. Es ist immer wieder beeindruckend diesen Riesenvogel vor sich zu sehen. Im Inneren sind die Ausmaße ebenfalls gigantisch. Das Boarding dauerte nicht lange und wir hoben schon Richtung Dubai ab. Im Entertainmentsystem gab es zwei USB-Anschlüsse und eine Steckdose. So viel Connectiviy gibt es selten in einem Flugzeug.
Die Flugzeit betrug 05:06 und war total ruhig. Nicht einmal hat es auf diesem Flug auch nur ein wenig geruckelt. Wie bei Emirates üblich gab es ein exzellentes Essen. Edith wählte Rindfleisch, Franz nahm das ‚thailändische Huhn‘. Als Nachspeise gab es Pudding und Keks.
Nach dem Essen schauten wir Harry Potter bzw. Gladiator und waren von der Bild und besonders von der Tonqualität der Filme begeistert. So verging die Zeit schnell und wir landeten zehn Minuten zu früh zu fast mitternächtlicher Stunde.
Nach dem Ausstieg begann eine lange Wanderung. Zuerst ging es entlang der A-Gates, dann endlos weiter bei den B-Gates, die Rolltreppe hinunter zu den C-Gates und nach ein paar weiteren Minuten waren wir endlich bei unserem C-22-Gate. Unterwegs waren wir eine gute Viertelstunde.
Gleich neben dem Gate gibt es ein Kaffeehaus. Dort setzen wir uns hin um uns mit Cola und einem ‚Salmon-Bagel‘ zu laben. Und die nächsten drei Stunden bis zum Flug nach Hanoi totzuschlagen. Dabei konnten wir das Siegestor von Gregoritsch für Freiburg gegen West Ham United bejubeln.

















