Wieder bei ‚IziTour‘ haben wir die dreitägige Tour ‚DiscoverMekong Delta‘ gebucht, um etwas zu dem Fluss ‚Mekong‘ im Allgemeinen und zum ‚MekongDelta‘ im Besonderen zu erfahren. Pünktlich um 08:00 wurden wir von unserem Guide ‚Thach‘ abgeholt. Das große Gepäck konnten wir im Hotel zurücklassen, da wir in drei Tagen ohnehin wieder hierher zurückkommen werden.
Unser Fahrer hatten mittlerweile für unseren Mitsubishi einen Parkplatz gefunden und so konnten wir unser kleines Gepäck verstauen und abfahren. Nach 2:30 Std. für 90 Km kamen wir am ‚Hung Vuong-Pier‘ an, wo wir in ein Boot umstiegen um am ‚Ben Tre River‘ ein Stück entlangzufahren.
Nach einiger Zeit legten wir an, um eine Ziegelfabrik zu besichtigen. Zuerst wird Schlamm aus dem Fluss gebaggert und in einer uralten Maschine in Ziegelform gebracht und anschließend getrocknet. Von Spezialisten werden die getrockneten Ziegel in einer bestimmten Form in einem Brennofen aufgestapelt. Und zwar tausende davon in wochenlanger Arbeit. Vor dem Brennofen wird Feuer entzündet, dass sieben Tage und Nächte brennt. Dann wird das Feuer gelöscht, die Ziegel bleiben aber weiter sieben Tage im Brennofen. Dann sind sie richtig gebrannt und kommen noch einmal sieben Tage zum Lufttrocknen.
Auf dem gleichen Areal werden auch Kokosnüsse verarbeitet. Fleißige Frauen arbeiten hier Akkord, um die Kokosnüsse zu zerteilen, damit sie dann zur weiteren Verarbeitung weiterverkauft werden können. Je nach Arbeitsleistung verdienen die Frauen zwischen 10 und 15 Euro,
Entlang des Flusses sahen wir die seltsamsten Boote.
Als nächsten hielten wir bei einer ‚Kokoszuckerlfabrik‘. Hier werden die Kokosnüsse manuell geöffnet, das Fruchtfleisch geschreddert und gepresst. Die Kokosmilch gekocht bis sie karamellisiert. Nach dem Auskühlen wird die Masse in Stücke geschnitten und wiederum manuell verpackt.
Die Fahrt mit dem Boot ging noch ein kurzes Stück weiter, bis wir anlegten und ein Stück zu Fuß gehen mussten. Die Eindrücke, die wir dabei gewinnen konnten, entschädigten für den Marsch bei 37 Grad und 67 % Luftfeuchtigkeit.
Schließlich landeten wir in einer ‚Mattenfabrik‘. Aus langen Jutefasern werden mit einem Webstuhl Matten hergestellt, auf denen die Bewohner des Mekongdelta gerne schlafen.
Anschließend bestiegen wir ein Tuk-Tuk, das uns zu einem Restaurant brachte. Das entpuppte sich als Familienbetrieb mit einer außergewöhnlichen Küche. Alles wurde kreativ angerichtet und schmeckte wie in einem Haubenlokal. Selten, wenn überhaupt, haben wir so gut und reichlich gegessen. Egal ob Fisch, panierte Bananenblüten, paniertes Hühnerfilet oder Shrimps, alles schmeckte sensationell.
Wir bestiegen wieder unser Tuk-Tuk und wurden zu einer Bootsanlegestelle gebracht, wo wir in ein kleines Ruderboot umstiegen und eine kurze Strecke einen Kanal entlangfuhren.
Von dem kleinen Boot stiegen wir wieder in unser Auto um uns wurden nach 'Cai Lay' in unser Homestay ‚Hai My‘ gebracht. Wir wurden freundlich empfangen und konnten gleich unser Zimmer im ersten Stock eines Nebentraktes beziehen. Groß, sauber und mit Klimaanlage.
Nach einer kurzen Pause schwangen wir uns auf die Fahrräder und fuhren eine Runde durch das kleine Dorf. Wir strampelten an vielen Gärten entlang, in den wir die verschiedensten Früchte sehen konnten.
Das letzte Stück radelten wir dann an einem Markt vorbei. Neben Obst gab es auch alle Arten von Fleisch zu kaufen. Sei es Muscheln, Fische, Schwein und Ratte.
Zum Abendessen gab es von der Oma zubereitete Palatschinken mit Schweinefleisch und Sojasprossen, wobei Edith kräftig mithalf. Die Hausfrau ergänzte das Essen noch mit Suppe, Salaten und Hühnerfleisch.